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Terror und Geschichte Teil 2

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When 2010-03-15
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last modified 2010-02-24 17:17

Mitschnitte der Tagung des Cluster Geschichte der Ludwig Boltzmann Gesellschaft vom 3. und 4. Dezember 2009

Tagung an der Uni Graz beleuchtet Krieg und Gewalt im 20. Jahrhundert

17 Millionen Tote im Ersten Weltkrieg, die Verbrechen der Nazi-Diktatur, die blutige Herrschaft der Roten Khmer in Kambodscha – Krieg und Gewalt prägten die Entwicklung Europas im 20. Jahrhundert ganz wesentlich. Traumatisierungen von einzelnen Personen und ganzen Gruppen stellen Gesellschaften immer wieder vor Herausforderungen – in der Vergangenheit, aber auch in der Gegenwart. Das Cluster „Geschichte“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft setzt sich mit diesen Themen bei einer Tagung an der Karl-Franzens-Universität Graz am 3. und 4. Dezember 2009 auseinander und bringt internationale WissenschafterInnen nach Graz. Für das Impulsreferat am 4. Dezember 2009 um 9.30 Uhr konnte Jay Winter von der Universität Yale (USA), ein international hoch angesehener Spezialist für Forschungen zum Ersten Weltkrieg, gewonnen werden.
Die Tagung nimmt nicht nur die beiden Weltkriege unter die Lupe, sondern viele unterschiedliche Formen des Terrors, wie in der Sowjetunion, im Zuge der Revolution in Ungarn 1919 oder im von den Nazis besetzten Frankreich. „Mit dem erlebten und erzählten Terror gehen die Menschen durchaus unterschiedlich um. Und die Traumatisierungen prägen wesentlich unterschiedliche Erinnerungskulturen“, weiß Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad, Sprecher des Clusters „Geschichte“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. „Dadurch wird festgelegt, inwieweit über Krieg und Gewalt gesprochen werden kann, und davon ist nicht zuletzt auch die Geschichtsschreibung betroffen: Nicht selten brechen HistorikerInnen Tabus.“
Die Inhalte der Konferenz spiegeln die vielfältigen Forschungsarbeiten im Cluster und deren Ergebnisse wider. Im Zentrum stehen Erfahrungen, Erzählung und Darstellung von Terror sowie die psychischen Folgen von Krieg und Gewalt in Bezug auf Einzelpersonen und Gruppen. Zu Wort kommen daher nicht nur HistorikerInnen, sondern auch PsychologInnen und SoziologInnen.

Die gesamte Tagung ist öffentlich und kostenlos zugänglich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstalter: Cluster „Geschichte“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft (gegründet 2005), bestehend aus den folgenden Instituten (LBI):

  • LBI für Geschichte und Gesellschaft, Wien, Leiter: Siegfried Mattl
  • LBI für Gesellschafts- und Kulturgeschichte, Graz, Leiter: Helmut Konrad
  • LBI für Historische Sozialwissenschaft, Wien – Salzburg, Leiter: Gerhard Botz
  • LBI für Kriegsfolgen-Forschung, Graz – Wien – Klagenfurt, Leiter: Stefan Karner

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