Endstation Illegalität? Irreguläre Migration in Österreich und Europa. Zwischen Repression, Anspruch auf Anerkennnung und Handlungsstrategien.
| What | Radio Show |
|---|---|
| When |
2009-04-27 from 10:30 to 12:00 |
| Add event to calendar |
|
Mitschnitte eines Symposiums vom 15.November 2008 in Linz; Veranstalter: Freirad 105,9 und FLUCHTpunkt Vortrag von Gerda Heck, Sozialwissenschaftlerin; Thema: Zur Konstruktion der illegalen Einwanderung Buch: Illegale Einwanderung - eine umkämpfte Konstruktion in den USA und Deutschland, Vlg. Unrast 2008
Die Situation von Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus hat sich
in vielen europäischen Ländern in den letzten Jahren geradezu
dramatisch zugespitzt und ist gleichzeitig zu einem wesentlichen Thema
der öffentlichen Auseinandersetzung geworden.
Während politische Kampagnen gegen die sogenannten "Illegalen" und die
Kriminalisierung bestimmter Formen von Migration zunehmen, entstehen
andererseits Unterstützungsstrukturen, Initiativen für das Bleiberecht
für Flüchtlinge, die von Abschiebung bedroht sind, und sogar politische
Selbstorganisationen sog. "sans-papiers".
Kontroverse Diskussionen werden geführt über Ursachen von Migration,
ökonomische und politische Zusammenhänge von "Illegalität", mögliche
Formen der Anerkennung der Anwesenheit bisher "unerwünschter"
MigrantInnen oder die Auswirkungen der Darstellung von Flüchtlingen in
den Medien.
Im Symposium "Endstation Illegalität?", das am 15.11.2008 stattfand
wurde ein umfassender Blick auf die Lebensverhältnisse, Probleme und
Perspektiven der irregulären MigrantInnen in Österreich und Europa
ermöglicht. WissenschaftlerInnen und AktivistInnen aus Österreich,
Deutschland, Südtirol und der Schweiz berichteten über: - Trends und
Rahmenbedingungen globaler Migration - Lebensverhältnisse und
rechtliche Situation von Flüchtlingen in Österreich - Kriminalisierung,
Ausgrenzung und Repression gegen sogenannte papierlose MigrantInnen -
medizinische Versorgung von MigrantInnen, die aus dem regulären
Gesundheitssystem ausgeschlossen sind - Selbstorganisierung von
Flüchtlingen und MigrantInnen - praktische Erfahrungen in der
Flüchtlingsunterstützung. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts
„Radiodialoge – Stimmen der Vielfalt“ statt und wurde vom
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und von der
Europäischen Kommission im Rahmen des „Europäischen Jahres des
interkulturellen Dialogs 2008“ gefördert.