Christian Fleck: Die weinerliche Konstruktion der Ungleichheit in Österreich
| What | Radio Show |
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| When |
2007-12-07 from 10:30 to 12:00 |
| Contact Name | Gestaltung: Manfred Handler |
| Attendees | Moderation: Christian Eigner, Vortrag: Christian Fleck |
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Die Zeiten kritikloser Wissenschaftsgläubigkeit sind ebenso vorüber wie jene radikaler Wissenschaftskritik: Wissenschaft ist Alltag geworden. Als solcher stellt sich der Wissenschaft jedoch ein vordringliches Problem: Sie will und muss von der so genannten Öffentlichkeit, für die sie Alltag ist, verstanden werden. Umgekehrt hat sie sich auch darum zu bemühen, die Öffentlichkeit und ihre Anliegen zu verstehen. Denn nur so ist eine sinnvolle Entwicklung für beide Seiten möglich.
***Konzept und Moderation: Christian Eigner.
***Veranstaltungsort: Neue Galerie Gelber Salon.
Die Science Talks der Neuen Galerie wollen zu diesem wechselseitigen Verstehen beitragen: Alle zwei Monate stellen sich renommierte Wissenschafterinnen und Wissenschafter sieben Moderatoren-Fragen, die es ihnen erlauben, von ihren Forschungsergebnissen zu erzählen und sie so nachvollziehbar zu machen. Das Publikum als Repräsentanz von Öffentlichkeit hat wiederum die Möglichkeit, deren Bedenken, Kritik und Wünsche an die Forscherinnen und Forscher heranzutragen. Nur wo es ein öffentliches Reden über Ungleichheit gibt, wird diese auch zum (wahrgenommenen) sozialen Tatbestand. Allerdings kann dieses Reden die unterschiedlichsten Gesichter haben: In Österreich, so der Soziologe Christian Fleck, wird das Thema Ungleichheit ungemein weinerlich behandelt; konkret in Form eines großen Klagelieds. Letzteres dient nun allerdings nicht dazu, die Armut abzuschaffen, im Gegenteil: Die Klage hat vielmehr den Sinn, einen Hintergrund aufzuspannen, vor dem man sich als Wohlhabender durch Wort- und Geldspenden hervortun kann. Im Idealfall erweist man sich so als guter Christ – und mithin als das, was in diesem Land offensichtlich noch immer viel zählt. Selbst für all jene, die sich scheinbar schon weit vom christlichen Gedankengut entfernt haben. | |
Christian Fleck, | |