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Aus dem Archiv: Rupert Riedl - Macht und Ohnmacht des Schöpferischen

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last modified 2007-10-26 15:02

Wiedergabe seines Vortrages gehalten im Rahmen der Steirischen Akademie 1981. Das Generalthema dieser Steirischen Akademie lautete: "Macht, Ohnmacht, Übermacht: Aggression in unserer Gesellschaft"

Buchtipp:"Kein Ende der Genesis.Wir und unsere Staaten" Czernin-Verlag 2004. Dazu der Autor: "Es geht um einen neuen Gesellschaftsvertrag. Biologie, Evolutions- und evolutionäre Erkenntnistheorie haben uns in den letzten Jahrzehnten viel Neues über die Ausstattung des Menschen, sein angeborenes Sozialverhalten und seine Tricks in Gesellschaft und Politik verstehen gemacht. Rousseau’s Sozialvertrag aus der Aufklärung im 18. Jahrhundert war ein großer Schritt zur Befreiung; aber 200 Jahre Aufklärung haben zu einer Machbarkeits-Ideologie geführt, die übers Ziel schießt; uns überschätzen, Natur und Kultur untergraben macht. Es geht deshalb um eine „Abklärung“, die uns, auch mit einer modernen Politologie, in unsere Grenzen fassen lässt. Daraus ergeben sich Konsequenzen, die von Gesellschaft und Politik ein neues Gegenüber zur Einzelkreatur, zu Bildung und Kultur verlangen, die letztendes die Unsicherheiten in den Völker- und Menschenrechtsbestimmungen beheben. Denn wenn es noch immer umstritten sein soll diese aus Ideologien oder dem christlichen „Naturrecht“ begründen zu können, aus unserer menschlichen Ausstattung kann man es nicht nur, man muss es."

rupertriedl.jpg

 

 

1925
Rupert Josef Maria Riedl wird am 22. Februar als Sohn des Bildhauers Josef Franz Riedl und Anna Riedl in Wien geboren
1931-1935
Besuch der Volksschule
1935-1943
Besuch der Bundesrealschule (späteres Bundesrealgymnasium des 19. Bezirks, Wien)
1943
Reifezeugnis, Einberufung zum Militärdienst
1945
Beginn des Studiums der Bildenden Künste, der Medizin, der Anthropologie und der Zoologie an der Universität Wien.
1948-1950Leiter der "Unterwasser-Expedition Austria" nach Sizilien und die nordafrikanische Inselwelt. Das gesammelte Material bildet später die Grundlage von Rupert Riedls Dissertation.
1950-1952
Studienaufenthalte an verschiedenen Meeresstationen im Mittelmeer und an der Nordsee
1951
Promotion im Fach Zoologie
1952
Leiter der österreichischen "Tyrrhenia Expedition"
1956
Dozent für vergleichende Anatomie und Systematik
1960
Habilitation und Professur am Zoologischen Institut der Universität Wien
1963
Geburt der Tochter Barbara Riedl (verh. Schweder)
1965

Full Professor for Marine Sciences an der University of North Carolina NC USA in Chapel Hill
Heirat mit Leopoldine "Smoky" Frühmann
Geburt der Tochter Sabina Riedl
Tod des Vaters, Josef Riedl (12.03.1884 - 16.11.1965)

1966
Tod der Mutter, Anna Riedl
1971
Professur für Zoologie an der Universität Wien
1971-1976stellvertretender Leiter des Instituts für Anthropologie an der Universität Wien
1983-1990Vorstand des Instituts für Zoologie an der Universität Wien
1987-1988Produktion der Dokumentarfilmreihe "Die Gärten des Poseidon: wie lebt und stirbt das Mittelmeer" für den ORF (5 Filme)
1990
Gründung des "Konrad Lorenz Instituts für Evolutions und Kognitions-Forschung" in Altenberg, Vorstandsvorsitzender bis 1999, ab 1999 Ehrenpräsident
1995
Rupert Riedl emeritiert, hält aber weiterhin Lehrveranstaltungen an der Universität Wien
1997
Gründung des "Club of Vienna", welcher sich mit den Ursachen des Wachstums und dessen Folgen und Steuerbarkeiten befassen soll
2005
Rupert Riedl verstirbt am 18. September. Er liegt am Pötzleinsdorfer Friedhof in Wien zur letzten Ruhe.

 

 

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