Zygmunt Baumann: Collateral casualties of consumerism (WH)
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2008-01-07 from 10:30 to 12:00 |
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Vortrag von Zygmunt Bauman aus der Reihe "Slum" im Rahmen einer Kooperation des Steirischen Herbstes mit der Neuen Galerie Graz. (6.10.2006)

Zygmunt Bauman (* 19.11.1925 in Poznan, Polen) ist Soziologe und Philosoph.
Bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges lebte Bauman in Posen. Danach siedelte er in die Sowjetunion über. Nach dem Zweiten Weltkrieg promovierte er und habilitierte sich an der Warschauer Universität. Dort lehrte er ab 1954 Soziologie. 1968 trat er aus der Kommunistischen Partei Polens aus, im selben Jahr verlor er aus politischen Gründen seine Professur für Soziologie und emigrierte nach Israel.
1971 erhielt Bauman einen Ruf auf einen Lehrstuhl für Soziologie an der University of Leeds den er bis 1990 besetzte. Er wurde seit Ende der 80er Jahre v. a. mit Studien über den Zusammenhang zwischen der Kultur der Moderne und dem Totalitarismus, v. a. dem deutschen Nationalsozialismus und dem Holocaust weltweit auch über die Grenzen des Fachs bekannt. Während Bauman in den 90er Jahren zahlreiche Arbeiten zum Diskurs der Postmoderne vorlegte, befasst er sich heute vor allem mit der neuartigen Kontingenz, die die Lebensverhältnisse der „liquiden“, d.h. „verflüssigten“ Moderne kennzeichnet.
Bauman erhielt 1989 den Amalfi-Preis sowie 1998 den Theodor-W.-Adorno-Preis. Heute lebt er als emeritierter Professor noch immer in Leeds und geht seiner Publikationstätigkeit nach.
Eine ausführliche Bibliographie findet sich unter folgender Adresse: http://www.leeds.ac.uk/sociology/people/baumanbibliog.htm
Dieser Science Talk bezog sich auf folgendes Projekt der Neuen Galerie: S L U M
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KuratorInnen: Peter Weibel, Christa Steinle, Günther Holler-Schuster Projektvorstellung: Samstag, 23. September 2006, 10 Uhr Projektdauer: 24.09. - 15.10.2006 Veranstaltungsort: Hof, Hofgalerie, Spiegelsaal |
Acht Milliarden Menschen leben auf der Erde, davon lebt eine Milliarde in Slums. Das Interesse dieser Ausstellung gilt nicht der Slumarchitektur, sondern den Lebensbedingungen in Slums. Da diese Menschen aufwachsen ohne alle Rechte, ohne jede Versicherung, ohne jede staatliche Unterstützung und Verpflichtung, indizieren sie einen Zustand der Auflösung, des nackten Lebens, des Ausnahmezustandes, wie er sich auch in klassischen Wohlfahrtsstaaten ankündigt. Die zeitgenössische Kunst beschäftigt sich sowohl direkt mit neuen Lebensformen der Slums, unterwirft sich aber auch selbst in vielen Fällen dem Ausnahmezustand. Flankiert wird diese Ausstellung von Untersuchungen zum pathologischen Horizont des Sozialen, in dem sich das Verhältnis von Subjekt und System verändert. |