Historische Diskussionsrunde „Zweifel an der Sprache“ Literatursymposium 1973 Graz, WH
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2010-05-31 from 10:30 to 12:00 |
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Das Symposium fand im Rahmen des steirischen herbstes 1973 statt. Moderation: Wolfgang Kraus Teilnehmer: Ernst JANDL, Erich FRIED, Wendelin SCHMIDT-DENGLER, Francois BONDY(Schweiz, Literaturkritik), Helmut Schnelle (TU-Berlin), Hans Heinz Holz (Philosophie, Marburg)// Liebe Zuhörerinnen, hören sie, wie der Zeitgeist in Literatur und Sprache und in Wirklichkeit und Gesellschaft von 1973 nah an dem unseren ist. Erich Fried veröffentlichte im Rahmen des Symposiums seinen gleichnamigen Zyklus "Zweifel an der Sprache", Ernst Jandl stellte in einem Vortrag den gemeisam mit Friederike Mayröcker verfassten Essay "Zweifel an der Sprache" vor. Im selben Jahr 1973 spaltete sich eine Gruppe von Autoren vom österreichischen P.E.N.-Club und gründete die Grazer Autorenversammlung (GAV). Wir danken der damaligen Leiterin des BTA, Armgard Schiffer-Ekhart, für die Aufnahme des Ereignisses und der ehemaligen Leiterin des BTA, Petra Ellermann-Minda, für die Überlassung des O-Tons.
Sehr geehrte Zuhörerinnen der Montagsakademie-Reihe
der im Rahmen der Montagsakademie von Univ.-Prof. Dr. Götz Pochat vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Graz gehaltene Vortrag wird aufgrund des starken Einsatzes der Bildanalyse als Audiobeitrag nicht wiedergegeben. Der Beitrag wird aber voraussichtlich in einiger Zeit als Videopodcast verfügbar sein.
Wir danken für das Verständnis
Beitrag: Zeit im Bild und ihre Wahrnehmung.
Bewegungsdarstellung, Erzählformen und Symbole in der bildenden Kunst.
Vergehende
Zeit ist das Los des Menschen. Sie begleitet unser Leben von der Geburt
bis zum Tod und trägt das Bewusstsein. Das was wir als Gegenwart
empfinden, bezieht Vergangenheit als Erinnerung mit ein; auf Zukunft
hin gestalten wir das Dasein. Dementsprechend reflektiert auch die
Kunst als kreativer Ausdruck des Menschen das Phänomen der Zeit in
unterschiedlichster Weise: Als Bewegungsdarstellungen; in der Form von
Erzählungen auch mythologischen und historischen Inhalts; als
dramatische Steigerungen auf einen Augenblick hin, oder als
entscheidende Momente im Verlauf der überzeitlichen Heilsgeschichte.
Das Leben des Einzelnen sowie der ganzen Gesellschaft spiegelt sich in
zeitbezogenen Bildern. In Symbolen wird die Zeit selbst Gegenstand der
Darstellung; in der Moderne tritt sie als tatsächliche Bewegung, oder
optisch-dynamisch in Erscheinung. All diese zeitlichen Aspekte in der
Kunst werden vom Betrachter wahrgenommen. Die dadurch ausgelösten
Bewusstseinsprozesse sind selbst, physisch und psychisch, temporaler
Natur. Die Eindrücke „erlebter Zeit“ werden in der Erinnerung
aufbewahrt und bleiben fortan integraler Bestandteil unseres Denkens
und Fühlens.