Weibchen – Männchen: das biologische Geschlecht und seine Folgen
| What | Radio Show |
|---|---|
| When |
2008-11-17 from 10:30 to 12:00 |
| Add event to calendar |
|
last modified
2010-03-05 09:16
Ein Vortrag von riv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Kristina Sefc vom Institut für Zoologie der UNI Graz gehalten im Rahmen der Montagsakademie am 3.11.08
Weibchen – Männchen: das biologische Geschlecht und seine Folgen
Bereits innerhalb der Spezies Mensch variieren Geschlechterrollen und -verständnis stark zwischen verschiedenen Gruppen. Noch viel größere Diversität findet man aber im restlichen Tierreich, nicht nur in Bezug auf geschlechtsspezifische Verhaltensmuster, sondern auch die Mechanismen der Geschlechtsdetermination betreffend. Der Vortrag wird anhand von einigen Beispielen diese Diversität vorstellen.Nur wenige Tiergruppen besitzen unterscheidbare Geschlechtschromosomen vergleichbar mit den XY-Chromosomen des Menschen. Bei vielen Reptilien wird das Geschlecht durch die Temperatur bestimmt, bei der die Eier ausgebrütet werden. Andere Tiere sind Zwitter und manche, wie der Anemonenfisch, beginnen ihr Leben als Männchen und wandeln sich später in Weibchen um.
Auch das geschlechtsspezifische Ausbreitung- und Brutpflegeverhalten unterscheidet sich zwischen Tiergruppen. Während bei Vögeln das Dispersionsverhalten der Weibchen stärker ausgeprägt ist als das der Männchen, ist es bei Säugetieren meist umgekehrt. Die Brutpflege wird bei Fischen oft von den Männchen übernommen, wohingegen bei Säugetieren und Vögeln alleinerziehende Mütter häufiger anzutreffen sind. Selbst innerhalb derselben Art wenden Männchen verschiedene Strategien an, um bei der Reproduktion erfolgreich zu sein.