Kunst, Kreativität und Pop-Kultur: Chaos als Provokation – Provokation des Chaos
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2011-07-18 from 10:30 to 12:00 |
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Montagsakademie mit Ao.Univ.-Prof. Dr. Werner Jauk, Institut für Musikwissenschaft, Universität Graz, Mitschnitt vom 6. Juni 2011
Kunst, Kreativität und Pop-Kultur: Chaos als Provokation – Provokation des Chaos
Die Avantgarden des 20. Jahrhunderts streben nach Alternativen zu einer Kultur des Rationalen – Pop als Körperkultur stellt dabei den Höhepunkt dar.
Das Rationale scheint vorrangig aus Erfahrungen der sehend kontrollierten Körper-Umwelt-Interaktion hervorzugehen. Ordnungsstrukturen der Welt werden als „Schocks und Schübe“ gedacht – dieses Denken schreiben wir im mechanistischen System fest.
Provokation von „non-sense“ durch Zufall oder durch Überforderung von Strukturierungssystemen führt zur Empfindung von Chaos – solche Versuche der Neuordnung sind Gegenhaltungen, die als Verkehrungen letztlich innerhalb des mechanistischen Denkens bleiben.
Ein alternatives Ordnungssystem ist die Nutzung von körperlichen/emotionalen Spannungszuständen. „Spannung und Lösung“ von Spannung sind Musik gestaltende Prozesse, sie gehen einen „step aside“, einen Schritt neben das mechanistische Denken; Popmusik als sounddominierte Musik ist grundlegend spannungsgeregelt und damit bestimmender Teil einer hedonischen Kultur, einer Kultur die das Spiel mit Spannung als Ordnungsschema anerkennt.
Die digitale Kultur überschreitet die Möglichkeiten des mechanischen Körpers und damit das „logische Maß der Sicht der Dinge“; damit ist sie ist notwendigerweise eine hedonische Kultur des Hörens – Pop ist ihre Avantgarde.